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Selbstdarstellung
30 Jahre LFC
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Selbstdarstellung der LFC
Leder und Fetisch Community

 

Die LFC Leder und Fetisch Community wurde am 26. Mai 1979 in Köln unter dem Namen „Ständige Konferenz der Vertreter deutschsprachiger Clubs, SKVdC“ gegründet. An der Gründung waren neun deutschsprachige Lederclubs beteiligt.

Im September 2000 erfolgt auf der Herbstsitzung in Erfurt die Umbenennung in LFC Leder und Fetisch Community. Die LFC steht allen deutschsprachigen Leder- und Fetischclubs offen.

Damals wie heute ist die LFC eine Arbeitsgemeinschaft der deutschsprachigen Leder- und Fetischclubs.

Ziele der LFC sind:

  • Interessenwahrung gegenüber der Gesellschaft
  • Förderung der Information und Zusammenarbeit innerhalb der Clubs
  • Öffentlichkeitsarbeit (Verständnisförderung in Bezug auf Fetisch und SM)
  • Abstimmung von ECMC-Jahrestreffen und sonstiger Treffen
  • Kontakt mit anderen schwulen Gruppen und Organisationen
  • Prävention im Bereich AIDS
  • Abbau von Diskriminierung

Erreicht wird dies insbesondere durch:

  • die regelmäßig stattfindenden Arbeitssitzungen und Delegiertenversammlungen
  • Betrieb der Website www.lfc-online.de
  • Herausgabe des internen Newsletters „der stiefel“
  • Teilnahme an CSDs und ähnlichen Straßenfesten

Die Organe der LFC sind die Delegiertenversammlung, die Arbeitsgruppen, der LFC-Sprecher, die AG-Sprecher und die jeweiligen Stellvertreter.

Um die entsprechenden Aufgaben zu erfüllen, gibt es zurzeit drei Arbeitsgruppen:

 

AG Zukunft

Die AG Zukunft wurde im Jahr 2000 gegründet. Anlass war, dass immer mehr Mitgliedsclubs keinen Sinn mehr in der LFC sahen. Auch die einzelnen Clubs wurden weniger oder hatten kaum noch Mitglieder. Es wurde offen über die Auflösung der LFC diskutiert.

Die AG entwickelte Vorschläge zur Neugewinnung bzw. Reaktivierung von Mitgliedern und erarbeitete Konzepte zur Reformation der in alten Strukturen festgefahrenen LFC. Eine der wichtigsten erreichten Änderungen war die Abschaffung der zweiten Vollversammlung im Frühjahr. Diese wurde durch ein nur bei Bedarf stattfindendes themenbezogenes Arbeitstreffen ersetzt.

Die AG ist zuständig für die Vorbereitung der LFC-Veranstaltungen (z. B. Teilnahme an Folsom Europe Berlin), Aufarbeitung der LFC-Historie, Erarbeitung von Änderungen der Geschäftsordnung, Betreuung der Website und der LFC-Profile, Erstellung von Werbemitteln und – in Abstimmung mit dem Sprecher – für die Öffentlichkeitsarbeit. Sie erstellt Vorschläge für Sitzungsthemen oder Fortbildungsveranstaltungen und sorgt für deren Umsetzung.

 

AG Gesundheit & Soziales

Die heutige AG ist die älteste AG innerhalb der LFC. Sie wurde bereits 1988 als AG Leder/SM und AIDS gegründet. Später wurde daraus die AG AIDS & Soziales und 2006 schließlich die AG Gesundheit & Soziales. In der AG arbeiten die Sozialbeauftragten der Clubs zusammen. Die AG erstellt Vorschläge für Präventionskampagnen, veranstaltet Treffen der Sozialbeauftragten und betreut den Internetauftritt von „Fetisch – aber Sicher“. Sie ist das Bindeglied zur Deutschen Aids-Hilfe.

 

AG Motorsport

In der AG arbeiten die Motorradbeauftragten der einzelnen Clubs zusammen. Sie erstellt Terminpläne für die wichtigsten Motorradveranstaltungen der Clubs und hält Kontakt zu den nicht der LFC angehörenden Bikergruppen. Die AG ist zuständig für die Koordination der alle zwei Jahre stattfindenden LFC-Veranstaltung „LFC Bike & Fun“ und die Betreuung der entsprechenden Website.

 

Leder-Community

Den rechtlichen Rahmen für die Aktivitäten der LFC stellt der 1996 gegründete Idealverein Leder-Community Vereinigung zur Förderung der schwulen Motorsport- und Lederclubs (kurz: Leder-Community). Der Idealverein ging aus der AG Finanzen hervor und verwaltet die Finanzen der LFC. Er ist der Vertragspartner für alle geschäftlichen Aktivitäten der LFC. Der Verein hat kein „Eigenleben“. Er agiert ausschließlich auf Weisung der LFC die zugleich Beirat der Leder-Community ist.

 

Stand: 6. November 2010

/ dieses Dokument befindet sich im Downloadcenter im pdf-Format /


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Über 30 Jahre LFC - SKVdC

Was ist die LFC?

Die LFC Leder und Fetisch Community, ist die Dachorganisation der deutschsprachigen Leder- und Fetischclubs. Mitglied in der LFC sind zur Zeit 15 Clubs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Ziele der Dachorganisation sind die Interessenwahrung gegenüber der Außenwelt, die gegenseitige Information und die Förderung der Zusammenarbeit der Clubs untereinander.
Wichtigste Themen der LFC mit Außenwirkung sind heute der gemeinsame, alle 2 Jahre stattfindende Bikerun "LFC Bike & Fun" der "Arbeitsgruppe Motorsport" sowie die Online-Gesundheitsbroschüre "Fetisch - aber sicher!" der AG Zukunft und der AG Gesundheit & Soziales.

Hervorgegangen ist die LFC Leder und Fetisch Community aus der SKVdC - Ständige Konferenz der Vertreter deutschsprachiger Clubs - ein wahrer Zungenbrecher, der aber bis zum Herbst 2000 Bestand hatte. An dieser Stelle sei ein Ausflug in die Geschichte der organisierten Lederszene in Deutschland erlaubt. In der ersten Hälfte der 1970er Jahre steckte die Lederszene in unserem Land noch in den Kinderschuhen; die Teilaufhebung des §175 war noch nicht lange her. Alles war neu und aufregend. Ein neuer Dresscode – Leder – entwickelte sich, die ersten Lederclubs entstanden und mit ihnen auch die ersten Ledertreffen. 1976 kam auf einem solchen Treffen in Hamburg die Idee auf, ein gemeinsames Infoheft aller damals existierenden Clubs herauszubringen. "Der Stiefel" war geboren. Diese Mitgliederinformation wurde bis zum Herbst 1999 herausgegeben. Die Vertreter der beteiligten Clubs trafen sich mehrmals im Jahr, um über die gemeinsame Zeitschrift und andere Themen der Lederszene zu sprechen. Zwischenzeitlich (1974) hatte sich die ECMCEuropean Federation of Motorcycle Clubs – als europäischer Zusammenschluss gegründet. Die überregionale deutsche Vereinigung gab es noch nicht.

Auf der ECMC Jahreshauptversammlung 1978 in London wurden den Deutschen vorgeworfen, im "Stiefel" Namen und Adressen englischer oder niederländischer Lederleute zu veröffentlichen und die Zeitschrift obendrein allgemein zugänglich zu machen. Die weitere Diskussion verlief sehr diffus und gipfelte schließlich in einer Resolution gegen den "Stiefel". Die "Stiefel"-Clubs fühlten sich an den Pranger gestellt und man überlegte sogar, dass die deutschen Clubs wieder aus der ECMC austreten. Im Jahre 1979 trafen sich die "Stiefel-Clubs" zu insgesamt drei Sitzungen, die letztendlich zur Gründung der besagten SKVdC führten. Neben den eingangs erwähnten höheren Zielen, die auch in der Geschäftsordnung festgehalten sind, war eine der Hauptsäulen der SKVdC der Terminschutz für die jährlichen Ledertreffen der Mitgliedsclubs. Genauer gesagt, es gab ein ungeschriebenes Gesetz, welches regelte, dass an einem Wochenende, an dem ein Lederclub ein Treffen veranstaltete, kein anderer Club im Umkreis von 300 km ein Treffen veranstalten durfte. Das war zu Zeiten, als Ledertreffen noch eine überregionale Bedeutung hatten, auch eine sinnvolle Regelung. Garantierte sie doch allen Clubs gutbesuchte Veranstaltungen. Diese Regelung musste aber mit der zunehmenden Anzahl von Clubs nach und nach gelockert werden.

Mit dem Aufkommen von AIDS veränderte sich die Arbeit der SKVdC schlagartig. Hauptaugenmerk lag von da an auf der AIDS-Prävention. In den Clubs wurden so genannte Sozialbeauftragte installiert und 1983 wurde innerhalb der SKVdC die Arbeitsgruppe "Arbeitsgruppe AIDS & Soziales" gegründet, später umbenannt in "Gesundheit & Soziales". Diese Arbeitsgruppe veranstaltete zweimal im Jahr in Zusammenarbeit mit der Deutschen AIDS-Hilfe das Treffen der Sozialbeauftragten. Sie ist bis heute die wichtigste Arebitsgruppe innerhalb der LFC.

In einem Artikel wie diesem ist es natürlich nicht möglich, auf 31 Jahre organisierte Lederszene in Deutschland in vollem Umfang einzugehen. Deshalb soll dieser kleine Ausflug in unsere Geschichte genügen.

Mitte der 1990er Jahre begann sich die Lederszene - wie die Schwulenszene überhaupt - rapide zu verändern. Die Akzeptanz in der Gesellschaft nahm zu und das kommerzielle Angebot wuchs. Ledertreffen waren also nicht mehr die einzige Möglichkeit, um unter Gleichgesinnten zu sein bzw. um seinen Fetisch auszuleben. Zudem prägten sich neue Fetische aus. Beispielhaft sei hier nur Army, Skin und Sportswear genannt. Einige Clubs erkannten diesen Trendwechsel von der Lederszene zur Fetischszene sehr schnell und reagierten entsprechend. Auch wenn viele der Clubs das Wort Leder im Namen haben, sind es doch mehrheitlich schwule Fetischclubs. Einhergehend mit der wachsenden Akzeptanz hatten viele Clubs auch Probleme, neue Mitglieder zu gewinnen. In der Dachorganisation stellte sich verstärkt die Frage nach "Sinn und Zweck" von Lederclubs. Eine Frage, die übrigens schon 1980 auf einer Vollversammlung zum ersten mal diskutiert wurde.

Die SKVdC war in ihren Strukturen ziemlich festgefahren und viele der Mitgliedsclubs sahen auch keinen Sinn mehr in einer überregionalen deutschen Dachorganisation. Dies führte auch zu Austritten von vereinzelten Clubs. Auch ließ sich der umständliche Name kaum jemandem Außenstehenden verständlich machen. Auf der Herbstsitzung 2000 in Erfurt wurden die ersten Schritte zur Reorganisation des Verbandes eingeleitet. Es erfolgte die Umbenennung in LFC - Leder und Fetisch Community und die Organisation öffnete sich auch für andere schwule Fetischclubs wie z.B. Gummiclubs. Ferner wurde die Arbeitsgruppe Zukunft gegründet.

In der Zwischenzeit hat sich durch die Arbeit der AG Zukunft einiges verändert. So wurde die Anzahl der Vollversammlungen von einer Frühjahr- und einer Herbstsitzung auf eine Sitzung im Herbst reduziert. Der ursprüngliche Frühjahrstermin wurde zu einer Arbeitssitzung umfunktioniert, die nur bei Bedarf stattfindet. Hier werden bestimmte Schwerpunktthemen behandelt. So standen auf der letzten Arbeitssitzung in Stuttgart im März 2003 Themen wie Pressearbeit, Internetauftritt sowie Mitgliederwerbung und -betreuung auf der Tagesordnung.

Die Veränderungen haben gezeigt, dass sowohl schwule Leder- und Fetischclubs als auch ihre Dachorganisation nach wie vor eine Existenzberechtigung haben. Denn gerade die Clubs erbringen für ihre Mitglieder eine Vielzahl von Leistungen, die die kommerzielle Szene weder leisten kann noch leisten will. Genannt seien hier nur die Hilfe im Krankheitsfall, finanzielle Unterstützung in Notsituationen oder auch nach wie vor die Funktion als Ersatzfamilie.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 14. August 2011 um 18:21 Uhr
 
 
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