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Donnerstag, den 04. Oktober 2012 um 01:23 Uhr

Abschiedsworte und ein Rückblick des MR FETISH GERMANY 2011, Thorsten auf seine Amtszeit

MR FETISH GERMANY 2011 Thorsten Geerken

Hallo zusammen … fast ein Jahr später setze ich auf die Gruss-Mail zu Beginn meiner Amtszeit auf, um mich dann am kommenden Wochenende in Bärlin bei euch als MR FETISH GERMANY mit einem mfG zu verabschieden!

Es war ein gutes Jahr für mich; ich habe viele von euch erstmals und besser kennengelernt, viel über eure Arbeit und euer Wirken in euren Vereinen Vorort und Communities erfahren, neue Kontakte knüpfen und bestehende festigen können.

Wir haben uns gesehen, zusammen gefeiert, wir waren sichtbar und präsent, konnten unsere Community weiter gestalten und ich konnte meine unten genannten Projekte und Engagements weiter ausführen und die gute Zusammenarbeiten vertiefen. Für diese Unterstützung sage ich euch allen und meinen Partnern bei IWWIT, We are one Family e.V., den OSPI-Schwestern sowie der neuen Knuddel-mal-wieder-Kampagne ganz herzlichen Dank, besonders aber Klaus, dem Sprecher der LFC für seine guten Ratschläge und meinen Schärpen-Kollegen für die stärkende und stützende Allianz und Freundschaft sowie meinen Heimatclubs, dem LCNW Bremen und dem Münchner Löwen Club für ihre Unterstützung und Rückhalt!

Dem Münchner Löwen Club möchte ich besonders danken, weil er mir im Verein und auf der Website ein Forum für ein Thema gegeben hat, welches mir schon lange am Herzen liegt: der Kampf gegen homophobe Aggressionen und Gewalt in unserer Gesellschaft! Und dieses Anliegen möchte ich euch nun zum Ende meiner Amtszeit mit auf den Weg geben. Tragt das Thema und die Auseinandersetzung damit verstärkt in eure Vereine, in eure Arbeit, in eure Communities!


Die schweren Vorfälle antischwuler Gewalt in Berlin in der jüngsten Vergangenheit mit schweren Verletzungen zeigen wie stark homophobe Tendenzen im Alltag sind und sein können, bzw. Gefahr besteht, dass sie leider auch stärker und bedrohlicher werden.

Gerade gestern wurde unser Bavarian Mr. Leather 2012 David in der Öffentlichkeit angepöbelt, weil er einen Mann vor einem schwulen Lokal geküsst hat. – Ich selber weiß noch sehr genau wie schnell eine homophobe Aggression in Gewalt umschlagen kann, und die Verletzungen sind oft nicht nur physisch!

Daher bedarf es noch viel Aufklärungsarbeit aber auch Präventionsmaßnahmen. – Mit diesen Themen habe ich mich intensiv mit Partnern bei lokalen Antigewalt-Projekten, Vereinen, Solidaritätsinitiativen sowie bei der Polizei auseinandergesetzt und die Ergebnisse kann jeder einsehen auf http://www.mlc-munich.de/cms/index.php?id=1372&yams_lang=de. Auf drei Karteikarten habe ich Informationen und Tipps zusammengetragen wie Mann mit homophoben Aggressionen und Gewalt umgehen, diesem begegnen und wie Mann Hilfe bekommen kann.

Ich kann euch nur ermutigen und empfehlen, die Auseinandersetzung mit diesem Thema auch zu suchen (falls nicht schon geschehen) und ein Netzwerk zur Selbsthilfe und Aufklärung zu knüpfen. – Großes Vorbild ist natürlich die hervorragende Arbeit des Antigewalt Projekts www.maneo.de in Berlin.

Und scheut euch nicht Kontakt mit der Polizei zu diesem Thema zu suchen; die fruchtbare Zusammenarbeit und der intensive Austausch hier in München zum Thema Hilfe und Prävention mit dem Kommissariat 105 zeigt, dass sich auch dort in den Köpfen etwas tut und ein aufeinander zugehen und verstehen möglich ist!

Dass wir auf den Seiten des Münchner Löwen Clubs im Antigewalt-Projekt mit den Seiten der Polizei verlinkt sind und das Logo der Polizei offiziell bei uns platzieren können ist einmalig und wir können auch ein bisschen stolz darauf sein ;-) Aber es soll auch Mut machen zum Nachahmen!

Neben der Öffentlichkeitsarbeit durch Infos, Tipps, Hilfe und Prävention liegt der große Nutzen aber im Stillen. – Diese Erfahrung mache ich seit Beginn meiner Kampagne "Auch ein harter Kerl kann ein Opfer werden"! Es ist halt so, dass wir in der Leder- und Fetisch-Szene alle gerne Kerle sein wollen … Und wer Erfahrungen mit homophoben Aggressionen und Gewalt gemacht hat, bekommt oft Probleme, weil er mit der Opferrolle nicht klar kommt. Opfer sein steht oft für Schwäche und dies passt leider häufig nicht in unser Rollenverständnis als ganzer Kerl! Aber neben den physischen Verletzungen sind die Schmerzen in der Seele häufig grausamer und nachwirkender, besonders wenn Mann sich aus Scham nicht anvertrauen bzw. um Hilfe bitten mag.

Es ist erschreckend (was die Dunkelziffer angeht) aber andererseits häufig ein Glücksfall, dass ich sehr sehr vielen (zu vielen!) Kerlen in den letzten Jahren im Chat, in Mails (meist anonym), aber auch in Kneipen und auf Festen durch meine Arbeit eine Anlaufstelle sein konnte, sich erstmalig zu öffnen, zu berichten, den Schmerz rauszulassen und manchmal auch zu weinen. Wenn ich nur einem helfen konnte durch Zuhören, Hilfe vermitteln, Umarmen oder zu stärken – dann lohnt dieser Einsatz!

Und genau das möchte ich euch vermitteln: Schafft in euren Vereinen diesem Thema einen Raum. Tragt das Thema in eure Communities und schafft somit ein Forum, eine Plattform für (Selbst-)Hilfe und Prävention!

Danke … und wer Fragen hat oder sich austauschen möchte, immer gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .


Nun aber freue ich mich auf das, was unsere Freunde vom BOG in Bärlin für das kommende Wochenende auf die Beine gestellt haben. Ich bin gespannt, welchem Nachfolger ich dann die MFG-Schärpe umlegen kann!

Nur Mut Junx – ich war nur der erste – da gibt es noch viel Gestaltungsraum und -möglichkeiten dieses Amt auszuführen und mit Leben zu füllen!

Ich freue mich auf euch und ein Wiedersehen und Feiern
In diesem Sinne auf bald

Mit einem mfG
Thorsten


Und hier geht's zum Facebook Profil von Thorsten mit vielen Berichten zu seiner Amtszeit und den weiteren von ihm unterstützten Projekten. Hier geht's zum Facebook-Profil von Thorsten Geerken

 
 
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